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Wo liegt der Unterschied zwischen Feinsilber und Sterlingsilber?

Lernen Sie die Details zur Silber kennen

Haben Sie sich schon einmal Gedanken über den Unterschied von Sterlingsilber zu purem Silber gemacht? Bei Sterlingsilber und reinem Silber handelt es sich um zwei verschiedene Materialien, die sich in der Zusammensetzung, der Lebensdauer, der Pflege und letztendlich im Preis voneinander unterscheiden.

Schon über viele Jahrtausende hinweg gelten Schmuck und Gegenstände aus Silber als Symbole für Reichtum und Wohlstand. Auf den ersten Blick lassen sich Schmuck oder Gegenstände aus reinem Silber nicht von Sterlingsilber unterscheiden. Und dennoch gibt es Unterschiede.

Preise 925 Silber und 999 Silber

LegierungGewichtPreis
999 Silber250 Gramm147,50 €
925 Silber250 Gramm130,00 €

Berechnen Sie den Wert Ihrer Edelmetalle

Feinsilber

Reines oder pures Silber trägt auch die Bezeichnung Feinsilber. Das bedeutet, dass das Edelmetall zu 99,9% aus reinem elementaren Silber besteht. Der Restbestandteil von etwa 0,01% besteht aus Spurenelementen. Da reines Silber sehr weich ist und sich nur schwer in Form bringen lässt, wird es zur Herstellung von Schmuck und anderen Gegenständen selten verarbeitet. Darüberhinaus sind Schmuck und Gegenstände aus Feinsilber nicht Formbeständig und können daher schnell beschädigt werden. Feinsilber wird für die Herstellung von filigranem Schmuck und Münzen verwendet. Der Begriff Feinsilber oder feines Silber sowie Silber fein ist auf vielen Münzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu finden. Durch diese Gütemerkmal sollten sich diese Münzen von den Scheidemünzen mit geringerem Wert unterscheiden. Heutzutage werden Silbermünzen aus Feinsilber auch Bullion Coins genannt. Diese Münzen gelten als ein international anerkanntes Anlage- und Währungsmittel. Der Krügerrand, der Maple Leaf und der American Eagel gehören unter anderem zu den bekanntesten Münzen aus Feinsilber.

Da Feinsilber als die wertvollste aller Silberlegierungen gilt, wird Feinsilber auch zur Herstellung von Silberbarren für die Kapitalanlage verwendet. Viele Anleger schätzen Feinsilber als Kapitalanlage wegen seiner Preisstabilität. Durch die Einwirkung von Gasen in der Luft kann Feinsilber durch Verfärbungen und Ausbleichen reagieren. Das angelaufene Silber zeigt eine dunkle Schickt auf der Oberfläche.

Stempel von Feinsilber

In der Regel wird Feinsilber durch eine Punze gestempelt. Dabei handelt es sich um ein Gütesiegel zur Bestätigung, dass es sich um Feinsilber handelt. Der Stempel für Feinsilber ist üblicherweise mit 999 oder 99,9 gekennzeichnet.

Sterlingsilber

Bei Sterlingsilber handelt es sich um eine Edelmetall-Legierung aus 92,5% Feinsilber und 7,5% aus anderen Metallen. In der Regel wird Sterlingsilber neben Feinsilber noch Kupfer oder Zink beigefügt. Aufgrund des hohen Feingehalts an reinem Silber kommt Sterlingsilber dem Feinsilber sehr nahe.

Sterlingsilber verdankt seinen Namen dem englischen Pfund Sterling. Die ersten englischen Pfennigmünzen wurden aus Sterlingsilber gefertigt und Sterlinge genannt. Aufgrund der Beimischung von Kupfer oder Zink ist Sterlingsilber weitaus rubuster und widerstandsfähiger als Feinsilber. Aus diesem Grunde wird Sterlingsilber vorzugsweise für die Herstellung von Schmuckgegenständen und Gegenständen aus Silber verwendet. Sterlingsilber verbeult und verformt sich im täglichen Gebauch sehr viel weniger gegenüber Feinsilber.

Dardurch dass Sterlingsilber sich neben Feinsilber auch aus Beimischungen von Zink, Nickel oder Kupfer zusammensetzt, läuft es auch schneller an als Feinsilber. Zink, Kupfer und Nickel laufen sehr schnell an, sobald sie mit einem anderen Metall legiert werden. Je nach der Beimischung von anderen Metallen in Sterlingsilber kann im Gegensatz zu Feinsilber eine leicht rötliche Färbung entstehen.

Stempel von Sterlingsilber

Sterlingsilber wird ebenso wie alle anderen Silberlegierungen mit einer Punzuierung gestempelt. Der Stempel für Sterlingsilber besteht aus den Ziffern 925 oder 92,5. In seltenen Fällen kommt es auch vor, dass Sterlingsilber die Bezeichnung ss eingrabiert hat.

Anlaufen von Sterlingsilber

Aufgrund der Beimischung von anderen Metallen oxidiert Sterlingsilber schneller als Feinsilber. Die beigemischten Metalle wie Kupfer, Nickel oder Zink laufen sehr schnell an, sobald sie mit anderen Metallen legiert werden.

Vorteile von Sterlingsilber gegenüber Feinsilber

Wenn auch Sterlingsilber und Feinsilber sich kaum voneinander unterscheiden, so gibt es dennoch ein paar kleine Unterschiede. Zunächst einmal ist Sterlingsilber aufgrund seines geringeren Gehalts an Feinsilber günstiger als Feinsilber. Rein optisch unterscheiden die beiden Edelmetalle sich kaum voneinander. Dadurch dass Sterlingsilber weitaus robuster und widerstandsfähiger ist als Feinsilber, sind seine Verwendungsmöglichkeiten vielseitiger. Gegenstände aus Sterlingsilber verformen sich nicht so schnell. So eignet sich Sterlingsilber besser für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen und Schmuck.

Reinigung und Pflege von Feinsilber und Sterlingsilber

Um lange Freude an Schmuck und Gegenständen aus Feinsilber oder Sterlingsilber zu erhalten, müssen nur ein paar wenige Dinge berücksichtigt werden. Zunächst einmal sollten sowohl Feinsilber als auch Sterlingsilber in einem dunklen und luftdichten Raum aufbewahrt werden, um Feuchtigkeit und Oxidation zu vermeiden. Die Gegenstände aus Silber sollten einzeln aufbewahrt werden, damit Verkratzungen vermieden werden.

Aber auch auch im Handel erhältliche Silberpflege- und Reinigungsmittel zusammen mit einem weichen Putztuch eignen sich zur Reingung und Pflege. Vorsicht ist jedoch bei solchen Reinigungsmitteln bei Gegenständen, die absichtlich oxidiert worden sind um Form und Design besser herauszustellen. Durch diese Mittel könnte die so beabsichtigte Oxidierung verloren gehen.
Um jedoch Silber von Hautfetten, Kosmetischen Produkten und Parfums zu reinigen reicht oftmals eine einfache Lauge aus lauwarmen Wasser und Seife. Neben den im Handel erhältlichen Silberreinigungs-und Pflegemitteln können Reinigungsmittel auch mit wenig Aufwand selbst hergestellt werden. Mit zwei Teilen Wasser und einem Teil Backpulver oder Natronpulver wird eine Paste hergestellt, welche nach einer gewissen Einwirkungszeit wieder mit lauwarmen Wasser abgespült wird. Anschließend wird der Gegenstand mit einem weichen Tuch getrocknet und poliert. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen leistet eine weiche Zahnbürste gute Dienste.