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Goldminen und Co. in Süadafrika

Neben großen Minen gibt es in Südafrika auch illegalen Goldabbau

Südafrika gehört bekanntlich zu den größten Bergbaunationen auf der Welt. Das Land ist sehr reich an Rohstoffen und verfügt über eine große Anzahl an Minen.

Diese reichen von sehr großen Erschließungen von weltweit agierenden Bergbauunternehmen bis hin zu kleinen illegalen Minen, wo Menschen unter sehr fragwürdigen Bedingungen Gold und andere Edelmetalle abbauen. Dies hat auch nicht viel mit der Bergbauidylle zu tun, viel mehr geht es für diese Menschen um das nackte überleben.

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Illegaler Goldabbau in Südafrika

Vor allem in Gebieten in denen ein industrieller Goldabbau nicht mehr möglich ist haben sich in Südafrika sehr viele kleine illegalen Abbaugebiete gebildet, welche meist unter abenteuerlichen Bedingungen die alten Stollen und den Abraum nach Gold durchrosten. Dies gilt sowohl für Goldminen als auch für den Diamantenabbau.

Diese Minenarbeiter setzen sich sehr großen Gefahren aus, Stolleneinbrüche gehören fast schon zur Tagesordnung und auch sonst sind die Arbeitsbedingungen sehr schwer. Im Verhältnis zum Aufwand und der Gefahr ist der mögliche Verdienst sehr gering, nur die wenigsten verdienen mehr als 10 Euro am Tag, bei einer Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden pro Tag. Neben vielen Tagelöhnern aus den Townships arbeiten in diesen Minen auch viele Wirtschaftsflüchtlinge aus den Nachbarländern, wie beispielsweise Simbabwe. Für viele der Arbeiter ist diese gefährliche Arbeit die einzige Chance die Familie ernähren zu können.

Mehr als 30.000 illegale Bergleute

Es wird geschätzt, dass mehr als 30.000 illegale Bergleute in den Schächten verteilt auf ganz Südafrika arbeiten. Hierbei ist davon auszugehen, dass mehr als 75 Prozent der Arbeiter einen Migrationshintergrund haben und sich illegal in Südafrika aufhalten.

Aufgrund der beschrieben Arbeitsverhältnisse sind sehr viele Arbeiter bereits während der Ausübung der Minenarbeit verstorben. Hierbei ist bemerkenswert, dass ein Großteil der Minenarbeiter weiblich sind. Dies bringt weitere Probleme hinsichtlich Übergriffen und Diskriminierung mit sich. Geschätzt wird der Umsatz dieses illegalen Goldabbaus in Südafrika auf einen Wert von mehr als 500 Millionen Euro im Jahr.

Betrieben werden die meisten dieser Minen von illegalen Syndikaten, welche auch einen entsprechenden Druck auf die Minenarbeiter ausüben. Auch besteht ein starkes Gefälle der Löhne zwischen Männern und Frauen, obwohl diese genau die gleiche harte Arbeit leisten müssen. Bei den bereits erwähnten Durchschnittslöhnen von 10 Euro pro Tag, kann es durchaus der Fall sein, dass Frauen nur mit 3 Euro pro Tag vergütet werden.

Unterstützung für Frauen im Bergbau

Mittlerweile haben es sich einige Organisationen zur Aufgabe gemacht, diese Frauen im Bergbau zu unterstützen. Neben den Frauen befinden sich meist auch noch Kinder mit auf den Minengeländen, sodass diese auch mit versorgt werden können. Oftmals ist es den Frauen nicht möglich mit dem kargen Lohn für eine ausreichende Ernährung zu sorgen.

Gleichzeitig versuche viele Organisationen den Frauen Auswege anzubieten und stoßen hierbei natürlich auf Gegenwehr der kriminellen Syndikate, welcher Angst haben die günstigen Arbeitskräfte zu verlieren.

Hinzu kommt die ständige Gefahr von der Polizei aufgegriffen zu werden, was in vielen Fällen zur Folge hätte, dass eine Abschiebung drohen würde. Auch wird versucht diesen armen Menschen im illegalen Bergbau zumindest eine medizinische Grundversorgung zu gewähren. Arbeitsunfälle gehören zur Tagesordnung und werden leider in den meisten Fällen nicht ausreichend versorgt, dass zahlreiche Langzeitschäden die Folge daraus sind. Eine Chance auf andere Jobs haben diese illegalen Bergbauarbeiter meistens nicht, da Ihnen sowohl eine Aufenthaltserlaubnis als auch ein gültiges Passdokument fehlen.